Kurzgeschichte von Walde
856 In Uznach ist eine ‘Galluskirche’ bezeugt, die heutige Heilig-Kreuzkirche, in deren Zuständigkeitsgebiet später die Gegend ums heutige Walde gehörte, wie auch Oblinden, ein Teil des heutigen Gebietes von Goldingen.
1242 wurde ein Hof ‘auf dem Berge, der Anganderiwalt’ hiess, (im heutigen Gebiet von Walde) von den Brüdern Diethelm IV und Kraft I (aus dem Geschlecht der Toggenburger Grafen) an die Marienkirche des Prämonstratenserklosters Rüti verkauft für 63 Mark, d.h. im Kaufwert von 21 Kühen.
Dieses Gut wurde 8 Jahre später in einer Bestätigungsurkunde von Papst Innozenz IV ‘Zangentonwalde’ genannt, also ‘zum angehenden Wald’.
1483/1484 In diesen Jahren war ein Hans Schmucki aus ‘Angenenwalde’ Ammann,
der die Rechtssachen der Landschaft führte.
Um die gleiche Zeit heisst es im Zinsbuch der Heilig-Kreuzkirche Uznach:
“ Ze angänden Wald jährliche XXXIII dem Kapplan “ ‘Angenenwalde’ hatte also jährlich 33 Schillinge an den Gehalt des Kaplans von Uznach zu bezahlen, was etwa dem Wert von drei Schweinen entspricht.
1687 Die Gläubigen von ‘Engenenwalde’ wollten von der Pfarrei Uznach losgelöst, und dafür von der Pfarrei St. Gallenkappel aufgenommen werden.
Im Herbst dieses Jahres wurde von den Bewohnern das entsprechende Gesuch gestellt.
1688 Walde wurde von der Pfarrei Uznach losgelöst und der Pfarrei St. Gallenkappel anvertraut.
1775 Am 6. Mai wurde die neu gebaute Kapelle des heiligen Antonius in Walde feierlich eingesegnet.
1817 wurde in Walde ein Pfarrhaus gebaut mit 6 geräumigen, getäfelten Zimmern, einer Küche, zwei Kellern, und auch den Platz im Garten.
Die Kosten beliefen sich auf 2’000 Gulden.
1836/1837 wurde die jetzige Pfarrkirche gebaut durch Umbau und Vergrösserung der Antoniuskapelle.
1838 Jakob Wäspe wurde zum ersten Pfarrer von Walde. Errichtung einer Pfarrpfrund.
30.11.1838 Abkurung von Kirchgemeinde St. Gallenkappel (Walde eigene Kirchgemeinde)
1840 der Turm der Pfarrkirche wurde gebaut.
1859 die Glocken wurden geschenkt ( 6200 Franken)
1881 wurde eine Orgel geschenkt (2’600 Franken)
1883 wurden der Boden der Kirche und das Turmdach restauriert. (1’850 Franken)
26.09.1883 Konsekration der Pfarrkirche durch Bischof Augustinus Egger von St. Gallen.
1886 wurden die Kirchenfenster geschenkt ( 1’100 Franken )
1889 vom 14. Juni bis 20. Juli wurden die Turmmauer, der Helm und das Kreuz des Turmes repariert
1889 ‘Seelenzahl’ von Walde: 237; Zahl der Haushaltungen: 55. Schülerzahl: 50
1910 im Oktober wurde das Helm des Kirchturm mit Kupfer neu bedacht
1917 Für die Pfarrkirche von Walde wurde eine neue Orgel angeschafft.
1924 Aussenrenovation der Pfarrkirche.
1924/1925 Installation des elektrischen Lichtes in Pfarrkirche und Pfarrhaus.
1972 Innenrenovation der Pfarrkirche.
1982 Aussenrenovation der Pfarrkirche.
1988 150 Jahre Kath. Kirchgemeinde Walde.
Am 11. September um 9.00 Uhr Festgottesdienst mit Domdekan Paul Schneider.
1997 Innenreinigung der Pfarrkirche von Walde.
2002 Restaurierung des Kirchturmes.
2007 Einrichtung Seelsorgeeinheit
Seelsorger seit 1838 bis heute von Walde
Pfarrer in Walde
Jakob Wäspe von Ernetschwil 1838 bis 1848
Anton Rüegg von St. Gallenkappel 1848 bis 1870
Alois Wenk von Lütisburg 1870 bis 1873
Severin Lanter von Steinach 1873 bis 1880
Jakob Eugster von Altstätten 1880 bis 1889
Eusebius Müller von Waldkirch 1889 bis 1894
Clemens Zürcher von Zuzwil 1894 bis 1924
Leo Wild von Appenzell 1825 bis 1946
Beat Thoma von Kaltbrunn 1946 bis 1977
Alois Piller von Degersheim 1977 bis 1986


Administratoren:
Pater Marcel Hübscher, von Nuolen 1986 bis 1992
Max Vettiger, Pfarrer in St. Gallenkappel 1992 bis 1995
Arnold Brander, Pfarrer in Goldingen 1995 bis 2006


Pfarreibeauftragte:
Eck Hörhager, Diakon 2007 bis 2011


Pfarresignat:
Johannes Hugenmatter von Bollingen
vorher Pfarrer in Muolen
1993 bis 1995

Ausführliche Geschichte von Walde